Wobei kann Ihnen Hypnose helfen?


Den Themen der Hypnosesitzung sind keine Grenzen gesetzt. Meine Arbeit der letzten Jahre hat mir aber gezeigt, dass sie sich von den natürlichen Grundbedürfnissen eines Menschen ableiten lassen:

Bindung & Beziehung
Körperliches Wohlbefinden
Autonomie
Anerkennung und Selbstwert
Identität
Sinn und Spiritualität

Hier einige Anmerkungen zu


Beziehungen zu anderen Menschen:


Immer dort wo wir in Beziehung zu anderen Menschen treten und dabei Probleme auftreten, können im Unterbewusstsein verankerte Mechanismen die Ursache dafür sein. Wie inzwischen den meisten aus der Kommunikationswissenschaft bekannt ist, kommunizieren wir nur ca. 20% bewusst - die restlichen 80% der Kommunikation laufen unbewusst. In diesen 80% verbergen sich oft die Gründe weshalb sich Beziehungen zu bestimmten anderen Menschen schwierig gestalten. Egal ob dies der Partner/die Partnerin ist, potentielle Beziehungspartner, Eltern, Schwiegereltern, Kollegen, Chefs oder sonst irgendwer.
Das Einzelcoaching oder die Paarberatung mittels Hypnose oder auch ohne Hypnose kann Ihnen dabei helfen, sich selbst in einer Art und Weise zu verändern das sich die Beziehungen zu anderen Menschen ganz von selbst vereinfachen und verbessern.  Oftmals spielt hierbei die Beziehung zu den Eltern und die im Säuglings- und Kindesalter erfahrene Bindung eine große und entscheidende Rolle.
Ein besonderes Steckenpferd von mir ist auch die Arbeit mit Paaren. Dabei geht es mir darum, Ihnen die tatsächlichen Themen Ihrer Beziehung bewusst zu machen und Ihnen neue Werkzeuge der Kommunikation und Verhalten an die Hand zu geben. Mit dieser neuen Form vom Miteinander soll es Ihnen gelingen, Ihre Beziehung (auf allen Ebenen der Liebe, Beziehung und Sexualität) gemeinsam aufzuarbeiten und neu zu gestalten.

 

Wie kann Ihnen Hypnose helfen?


Bei Hypnose geht es sozusagen darum einen Bypass um den kritischen Faktor des Verstandes zu legen, um mit dem Unterbewusstsein in Kontakt zu treten. Der kritische Faktor ist der rationale Teil in uns, der sich zum Beispiel im Kino, wenn wir emotional auf einen Film reagieren, meldet und sagt „Das ist doch nur ein Film, das ist doch nicht real!“. Er ist also der bestimmende Faktor, ob etwas funktioniert oder nicht funktioniert, ob etwas sein kann oder nicht sein kann, ob Heilung möglich ist oder nicht. Mittels Hypnose versucht man das Unterbewusste direkt zu erreichen, um damit einen gewünschten Zielzustand zu erreichen.
Wir wissen inzwischen auch aus der Hirnforschung, dass die Kapazitäten unseres Denkens recht begrenzt sind. Beispielsweise funktioniert unsere Kommunikation mit anderen Menschen nur zu ca. 20%  bewusst (manche sagen noch weniger) und dementsprechend 80% unbewusst, worauf wir kaum einen Einfluss haben - also u.a. Körpersprache, Stimmlage, Intonation. Wir wissen auch aus der Forschung, dass der größte Teil der bewussten Entscheidungen unterbewusst vorentschieden sind.
Den Zielzustand kann man auf folgenden verschiedenen Wegen der Hypnose erreichen:

        


Analytische Hypnose:
auflösen von Ursachen bzw. Mustern
Imagination:  bildliche (aber auch kinästhetische, auditive, olfaktorische/gustatorische) Vorstellung eines gewünschten Zielzustandes
Zukunftsvision: lebhafte Vorstellung einer erwünschten Zukunft auf allen Sinneskanälen
Suggestivhypnose: für das Unterbewusstsein hilfreiche Botschaften vermitteln

       
In den meisten Fällen entwickelt sich eine Mischung - zum Beispiel erst die sogenannten Ursachen auflösen und dann eine Zukunftsvision gestalten. Im Folgenden möchte ich näher erläutern, wie ich damit arbeite.

DIALOGISCH

 

Diese Form der Hypnose umfasst den Hauptteil meiner Arbeit.
Bei dieser Art der Hypnose geschieht alles im Dialog, also Hypnotiseur und Hypnotisand reden miteinander. Dazu kann eine Trance induziert werden, ist aber nicht zwingend. Wie unter “Wann kann Hypnose helfen?“ beschrieben, hat Milton H. Erickson selbst die wenigsten im klassischen Verständnis “hypnotisiert“. Dennoch bietet es sich oft an zunächst einmal einen Trancezustand zu induzieren, um miteinander in Dialog zu treten.
Der Dialog versucht herauszufinden welche Mechanismen des Unterbewusstseins für bestimmte Probleme verantwortlich sind und einen Weg aufzuzeigen, mit welchem das Unterbewußte  Probleme lösen kann.
Grundsätzlich sind die Möglichkeiten, nutzt man die Dialogische Hypnose, nahezu unbegrenzt. Dazu gehören folgende Möglichkeiten:

Die Analytische Hypnose:


Durch ein aufeinander aufbauendes Sitzungskonzept kann der Ursprung eines speziellen Problems beleuchtet und geheilt werden.  Grundsätzlich hilft dieses Konzept meist weit in der Vergangenheit entstandene Muster aufzulösen. Es hilft dabei das sogenannte Kindheits-Ich zu heilen und die meist bis ins hohe Alter bestehenden Verstrickungen mit den eigenen Eltern aufzulösen, somit das sogenannte Eltern-Ich zu heilen. Dadurch kann eine ungeahnte innerliche Freiheit entstehen: vor allem der Freiraum ein „Ich“ aus sich selbst heraus zu entwickeln, welches frei von Problemen der Kindheit und Verstrickungen mit den eigenen Eltern ist und somit auch aus sich heraus Lösungen für die Gestaltung des eigenen Lebensweges wesentlich kompetenter und sozusagen erwachsener finden kann. Viele gesundheitliche Probleme, ob physischer oder psychischer Natur, gehen im Grunde genau auf diese Problematiken Kindheits-Ich und  immer noch bestehende Verstrickungen mit den eigenen Eltern zurück und lassen sich somit auch erfolgreich mit genau diesem Sitzungskonzept behandeln.

Teilearbeit:


Eine etwas andere Herangehensweise als die sogenannte analytische Hypnose, bietet die sogenannte Teilearbeit. Diese ist vor allem hilfreich, indem sie unterstützt innere Konflikte aufzudecken und zu verändern. Wir alle sind nicht so eindimensional wie manchmal geglaubt wird. Der Buchtitel „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht bringt diese Problematik bereits gut zum Ausdruck. Wir alle haben verschiedene Anteile in uns, welche uns an der einen Stelle hilfreich sind, an einer anderen aber blockieren können. Zum Beispiel steckt in jedem von uns auch noch das kleine Kind, was dann absolut förderlich ist wenn wir mit unseren eigenen Kindern spielen, jedoch nicht so förderlich ist wenn wir einen Konflikt mit unserem Partner auszutragen haben. Dabei können wir wie ein bockiges kleines Kind reagieren, anstatt erwachsen und kompetent zusammen mit dem Partner nach Lösungen zu suchen. Die moderne Forschung geht davon aus, dass wir eine ganze Reihe verschiedener Ichs oder auch Ich-Zustände (Ego-states) besitzen. Abhängig von der Situation in welcher wir uns befinden, sind wir jeweils ein komplett anderer Mensch. Wenn wir als Chef in einer Firma auftreten hat dieses Ich herzlich wenig mit dem Ich zu tun, welches präsent ist wenn wir zu unseren eigenen Eltern auf Besuch fahren. Gegenüber unseren eigenen Eltern bleiben wir in den meisten Fällen das Kind, egal wie alt wir sind oder welche Position wir inne haben.
Diese verschiedenen Ichs kann man auch als innere Anteile bezeichnen. Diese inneren Anteile können Probleme verursachen, indem sie in verschiedenen Kontexten beispielsweise immer das Selbe wollen. Was in der einen Situation sicher vollkommen angemessen ist, kann in der anderen aber völlig deplatziert sein. Wie viele Probleme treten auf weil jemand nicht zwischen Arbeit und Privatem trennen kann? Die Therapeutin die zu Hause versucht ihren Mann zu therapieren, der Anwalt der zu Hause mit seiner Frau verhandelt anstatt mit ihr zu sprechen, die Lehrerin die nicht aufhören kann zu belehren, der Chef der zu Hause seine Familie dominiert, usw. . Innere Anteile können aber auch miteinander in Konflikt kommen und dadurch Probleme verursachen. Innerhalb eines Menschen können völlig konträre Bedürfnisse existieren. Wir alle kennen das Bild von Engelchen und Teufelchen auf der Schulter. Ein Anteil sehnt sich beispielsweise nach Freiheit und Abenteuer und will somit auch keine feste Beziehung, ein anderer Anteil sehnt sich aber nach Geborgenheit und Sicherheit. Wo ist da der Weg? In einer festen Beziehung wird die eine Sehnsucht nicht gestillt, ohne feste Beziehung das andere Bedürfnis nicht befriedigt.
Die Arbeit mit inneren Anteilen kann dabei helfen, derartige innere Prozesse offen zu legen und zu optimieren um Lösungen zu finden.  
Zusätzlich zu den gewählten Beispielen gibt es aber unzählige andere Möglichkeiten wie innere Anteile wirken können und was sich somit mit der Teilearbeit erreichen lässt. Auch bei dieser Arbeit habe ich erlebt, dass sie Klienten geholfen hat ihre Selbstheilungskräfte zu reaktivieren, sodass sich chronische körperliche Beschwerden binnen kürzester Zeit maßgeblich verbessert haben oder gar ganz verschwunden sind. Der große Vorteil der Teilearbeit liegt darin, dass es ein sehr offenes Konzept ist und somit die Möglichkeiten quasi nahezu unbegrenzt sind. Die einzigen Vorbedingungen der Teilearbeit sind die Akzeptanz, dass in uns verschiedene innere Anteile existieren, sozusagen jeweils eigene „Bewusstseinen“, und dass man in der Kommunikation mit diesen eine Lösung finden kann. Wofür die einzelnen Anteile verantwortlich sind und was sie bewirken können, bleibt der Individualität des Einzelnen vorbehalten.

Emotionale Prozessarbeit:


Diese Arbeit  hilft gezielt dabei unterdrückte Gefühle aufzufinden und aufzulösen.
Sowohl bei der analytischen Hypnose wie auch bei der Teilearbeit bildet die Arbeit mit unterdrückten Gefühlen einen möglichen und oft wichtigen Bestandteil, jedoch in der emotionalen Prozessarbeit bildet dies den Hauptteil der Sitzung.
Verschiedene Therapeuten und Autoren sind der Ansicht, dass unterdrückte Gefühle hauptverantwortlich für Probleme physischer oder psychischer Natur sind. Umgekehrt bedeutet das Auflösen von unterdrückten Gefühlen eine Lösung überhaupt dar.
Ich persönlich vermag nicht zu sagen, ob eingeschlossene Emotionen immer das Problem und damit gleichzeitig die Lösung sind. Tatsächlich habe aber auch ich in meiner Praxis die Erfahrung gesammelt, dass es dabei zu einem  absolut nicht zu unterschätzenden Problem kommen kann.
Das Phänomen, welches sich bei eingeschlossenen Emotionen häufiger beobachten lässt, ist, dass wir Emotionen, vor welchen wir uns ängstigen oder welche wir aus anderen Gründen ablehnen, genau immer wieder in unser Leben ziehen. Jemand der seine Wut ablehnt, zieht ständig Situationen in sein Leben, welche dazu angelegt sind ihn wütend zu machen. Jemand der die Einsamkeit fürchtet, bleibt einsam oder wird es immer wieder. Es gibt viele Möglichkeiten wie eingeschlossene Emotionen negative Wirkungen auf unser Leben entfalten. Fakt scheint allerdings zu sein, dass eingeschlossene Emotionen keinesfalls von selbst, auch nach noch so langer Zeit, verschwinden und dass unser Gehirn nichts, aber auch gar nichts in dieser Hinsicht vergisst.
Ein Weg sich davon nachhaltig zu befreien, ist der, unterdrückte negative Emotionen eben genau einmal nicht mehr zu unterdrücken und stattdessen heraus zu lassen. Denn verschiedenen Theorien entsprechend ist dies genau das, was eingeschlossene Emotionen bzw. Gefühle wollen. Sie wollen nicht verdrängt und unterdrückt werden, sondern sie wollen gefühlt werden. Werden sie gefühlt, sind sie sozusagen frei und können ihr Gefängnis, also unseren Körper und unseren Geist, endlich verlassen. Dies wiederum kann ein überwältigendes Gefühl neu gewonnener innerer Freiheit bringen, aber auch die Erlösung von psychischen und physischen Problemen. Ist eine eingeschlossene Emotion erst einmal frei gesetzt, kann dies völlig neue Wege im Leben ermöglichen. Dann kann sich ein freies Leben gestalten, welches nicht mehr darauf ausgerichtet ist permanent auf eingeschlossene Emotionen hinzuweisen, und somit Raum hat neue Wege einzuschlagen.

 

SUGGESTIV

 

Dies ist die wohl verbreitetste Hypnosevariante im deutschsprachigen Raum. Sie eignet sich vor allem für Gruppenhypnosen oder für Selbsthypnose CDs, wo nicht die Möglichkeit besteht individuell zu arbeiten. Für diese Form der Hypnose entwickle ich zurzeit mehrere CDs, um die Potentiale dessen nutzbar zu machen ohne dass jemand extra dafür meine Praxis besuchen muss.
Milton H. Erickson selbst hat nach eigener Aussage überhaupt nur in 25% der Fälle in dem Sinne „hypnotisiert“ wie es heute oft verstanden wird, aber dennoch immer strikt hypnotherapeutisch gearbeitet.

Nutzt man diese Form der Hypnose, egal ob für Gruppenhypnosen oder Selbsthypnose CDs, funktioniert sie immer gleichermaßen ähnlich. Ein Trancezustand wird über verschiedene Arten der Einleitung induziert. Der Klient liegt in einem Zustand der Entspannung bequem in einem Sessel oder auf einer Liege und hört passiv dem Hypnotiseur zu, welcher einen sogenannten Suggestionstext spricht oder liest. Vorrangig enthält dieser Text dann positive Suggestionen oder Anregungen für innere Bilder also z.Bsp. eine Trancereise. Im Zustand der Entspannung nimmt der Klient bzw. sein Unterbewusstsein die positiven Suggestionen wahr und verwertet diese dann auch positiv.
Suggestionen funktionieren vor allem dann gut, wenn den Suggestionen nichts anderes entgegen steht. Also wenn ich einem Klienten Suggestionen für Heilung gebe, so kann dies wunderbar funktionieren, solange es keinen Haken an der Heilung gibt wie beispielsweise „… dann müsste ich aber auch wieder arbeiten gehen und dort würde ich diesem Ar*******  von Chef/Kollegen wieder begegnen… .“. In diesem Falle könnten die positiven Suggestionen erst einmal wenig nützen. Suggestionen wie „… und dein Unterbewusstsein kann dir helfen, Wege zu finden mit deinem Chef/deinen Kollegen besser klar zu kommen… .“ könnten auch wieder nützlich sein.

Wie beschrieben halte ich die Möglichkeit der Suggestivhypnose für recht begrenzt und nutze sie nur in dem bestimmten Fall, wenn es mir durch und durch stimmig und passend erscheint.